Willkommen am virtuellen Umweltstand!

Auslage/Update: © AG Umweltstand, Erfurt 27.02.2021

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Adressen/Links: www.umweltstand.de / [°C . . . ]
AG-Profil/Abriss: www.unesco.de/bildung/bne-akteur...

Umweltstand-Begriffsbestimmung

Der ideale Umweltstand ist eine brauchbare Auslage mit Objekten und Informationsmitteln, die spezielle Anregungen und Wissen für die nachhaltige Entwicklung sowie Hinweise über den Stand der Umwelt liefen. Standbetreuer geben bei Bedarf zusätzliche Erklärungen zu angebotenen Artikeln bzw. Nachhaltigkeitsthemen und intensivieren so die Vermittlung von Kenntnissen. Besucher können durch Wissenserwerb am Umweltstand ihre Umweltkompetenzen stärken und damit nachhaltige Entwicklungen fördern. Unser virtueller Umweltstand weicht nur wenig vom Idealzustand ab. Man kann hier zwar keine realen Objekte in die Hand nehmen und weitere Erklärungen können nur mittels elektronischer Kommunikation geliefert werden, aber ansonsten gibt es keine Einschränkungen für unsere Wissensvermittlung.

Umweltbildung/BNE

Bildung sorgt für Nachhaltigkeit

Die Arbeitsgruppe Umweltstand unterstützt die nachhaltige Entwicklung durch verschiedene Aktionen. Vor allem durch praktische Bildungsprojekte (siehe Arbeitsplan) intensivieren wir den Aufbau von Umweltkompetenzen und stärken so die Nachhaltigkeit. Ökonomische, ökologische und soziale Probleme machen die weltweite Verwirklichung nachhaltiger Lebens-/Arbeitsweisen notwendig (Transformation unserer Welt). Deshalb haben im September 2015 alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 als Zukunftsvertrag mit Zielen für die nachhaltige Entwicklung beschlossen. Der Aktionsplan ist verbindlich! Regierungen tragen die Hauptverantwortung für die Realisierung der Nachhaltigkeit. Den Bürgern obliegen entsprechende Kontroll- und Mitwirkungspflichten (UN-Berichte gibt es z.B. beim Deutschen Übersetzungsdienst).

Die anstehenden Transformationen können jedoch nicht ohne Bewusstseinsänderungen stattfinden und diese gelingen nur, wenn allen Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildungsangebote sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen zur Verfügung stehen. Insbesondere durch Umweltbildung/BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) werden eigene Lebensweisen im globalen Zusammenhang erkennbar und kompetente Entscheidungen zur Nachhaltigkeit gewährleistet.

BNE sichert Gegenwart und Zukunft

BNE vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten, liefert Erklärungen sowie Hinweise, z.B. was zu tun und zu lassen ist, um notwendige Entwicklungen in Gegenwart und Zukunft zu sichern. BNE stärkt Urteilsvermögen und Kompetenzen, damit können Probleme auf der Basis von Wissen, Können und dem Willen zur Nachhaltigkeit dauerhaft gelöst werden. Resultate sind aktuell in vielen Problembereichen unerlässlich: Epidemien/Pandemien, Klima, Biodiversität, Industrie, Landwirtschaft, Handel, Verkehr, Energie, Lebensstil ...

BNE bewerkstelligt fächerübergreifendes und fächerverbindendes Lernen, damit die Perspektiven der Nachhaltigkeit optimal verstanden und genutzt werden können. Perspektivwechsel, Änderungen von Gewohnheiten oder die Aufgabe von Privilegien sind mitunter unbequem und funktionieren nur auf Basis entsprechender Kompetenzen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist hierfür ausschlaggebend, sie befähigt Menschen zu verantwortungsvollen Entscheidungen und Handlungen. Um Nachhaltigkeit in der Gesellschaft breit zu verankern, muss BNE generationsübergreifend wirken.

Der Schutz von Natur und Umwelt; Weltbürgerschaft; Chancengerechtigkeit und nachhaltige Entwicklungsperspektiven auf allen Ebenen sind Ausgangspunkte der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Auch nachfolgende Generationen sollen vom Zusammenspiel von Natur, Wirtschaft und Gesellschaft profitieren. Die effektive Vermittlung von Wissen/Fakten, Werten und Kompetenzen befähigt Menschen vorausschauend zu denken und in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einzugreifen. Der umfassende Ansatz von BNE ist dafür maßgeblich. BNE kann die Lebensqualität gegenwärtiger Generationen sichern und zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeiten zur Gestaltung ihres Lebens erhalten. Damit wird durch BNE die nachhaltige Entwicklung permanent sichergestellt. Auf der Grundlage von Wissensvermittlungen (BNE) sowie weiteren Aktionen zum Schutz von Natur und Umwelt forciert unsere Arbeitsgruppe die Umsetzung der Nachhaltigkeit (siehe Arbeitsplan).

Um Naturerfahrungen/Umweltkompetenzen aufzubauen, nutzen wir vor allem praktische Schulungsaktionen in der Natur und bieten Möglichkeiten für Naturkontakte. Auch in Verbindung mit dem Umweltstand-Umweltwettbewerb oder den Umweltstand-Projektbeihilfen haben sich Naturkontakte als effektive Bildungsinstrumente in der Breite bestens bewährt.

Unsere Umwelttipps, Projektanregungen und Aktionen für die Umweltbildung/BNE auf Grundlage von Naturkontakten, z.B. Wasseruntersuchungen, Erfassungen von Tier- und Pflanzenarten oder Umweltdokumentationen, forcieren unentbehrliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Derart verbesserte Naturerfahrungen sind maßgebend für Urteilskraft sowie Bewusstseinsänderungen, um Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft zu etablieren. Da Erfahrungen entscheidend für das Verhalten von Menschen sind und durch Naturkontakte bedeutende Naturerfahrungen gewonnen werden können, prägen Naturkontakte insofern auch die Umwelt ganz erheblich. Gleichfalls fördern Naturkontakte die Gesundheit von Geist und Körper.

Transformation aller Systemstrukturen

Epidemien/Pandemien und Klimaprobleme stellen aktuell die größten Gefahren für das Leben dar. Die zunehmende Naturzerstörung erhöht das Risiko von Klimaproblemen und Krankheitsausbrüchen. Der engagierte Naturschutz verbessert dagegen die klimatischen Bedingungen und wirkt neuen Infektionen sowie Pandemien entgegen. Um die Natur zu schützen, muss umgehend in allen Teilen der Gesellschaft ein Wandel auf Grundlage der Bildung für nachhaltige Entwicklung realisiert werden. Nachhaltige Entwicklungen können kurzfristig insbesondere mit einer Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Menschen eingeleitet werden. Komplexe Zusammenhänge machen die anstehenden Umgestaltungen/Transformationen in allen Bereichen erforderlich.

Immer höhere Renditeforderungen der entfesselten Finanzindustrie; ressourcenvernichtende Energieerzeugungsarten; eine industrielle Landwirtschaft die Wasser, Luft und Boden vergiftet; Massentierhaltung; Überbevölkerung; Massentourismus; Umweltschäden; Artensterben; Ungleichheit; Armut; Hunger; Gewalt; Krieg; globale Kleinstaaterei sowie viele andere Problemfelder gilt es zu überwinden. Dabei ist jedoch keinesfalls das von Politikern ersehnte ewige Wirtschaftswachstum hilfreich, sondern nur der Verzicht auf entbehrlichen Konsum. Der ungehemmte Ressourcenverbrauch aus Profitgier oder für reine Spaß- und Freizeitbelange ist zu beenden. Alle Beeinträchtigungen natürlicher Lebensgrundlagen gehen besonders zulasten des Gemeinwohls zukünftiger Generationen.

Aktivieren wir die kollektive Intelligenz, um wieder in Kontakt mit der Wirklichkeit zu kommen und Zusammenhänge zu erkennen. Damit der notwendige Wandel im Bewusstsein und in allen Systemstrukturen ankommt. Lokale Transformationen zur Nachhaltigkeit finden bereits statt, diese sind nun auf nationale und globale Ebenen zu übertragen.

Vor allem wegen der Wechselwirkungen die von derzeitigen Problemen ausgehen und den damit verbundenen Wirkungsketten, die Probleme wirkungsverstärkend in Erscheinung treten lassen, müssen alle Systemstrukturen zur Nachhaltigkeit transformiert werden.

Für eine lebenswerte Zukunft muss Wissen zur Nachhaltigkeit erworben und durch Handlungen umgesetzt werden. Jeder Einzelne kann so der organisierten Verantwortungslosigkeit einen Riegel vorschieben und die Entkopplung zwischen dem Denken/Reden und Tun beseitigen. Kooperative Handlungsweisen helfen bei der Umstellung/Umwandlung.

Nur mit unverzüglichen und kompletten Transformationen zur Nachhaltigkeit können nachfolgende Generationen annehmbare klimatische Bedingungen und intakte Ökosysteme auf der Erde vorfinden!