Umweltwettbewerb für unsere Stadt

Erfurt, 02.01.2019 - >> Aufruf zum Umweltstand-Umweltwettbewerb <<

Liebe Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-12 in Erfurt!
Wenn Ihr den Stand Eurer Umwelt kennt und die Situation der Natur dokumentieren könnt, dann solltet Ihr entsprechende Daten auch aufzeigen. Ist Euch die Umweltsituation vor Ort nicht klar, dann solltet Ihr unbedingt Kontakt zur Natur aufnehmen und über die Situation berichten, sobald Ihr den aktuellen Stand analysiert habt. Mit Euren Ausarbeitungen könnt Ihr an unserem Erfurter Umweltwettbewerb teilnehmen. Das aktuelle Thema lautet: "Analysen zum Stand der Umwelt durch Naturkontakte". Hervorragende Beiträge werden prämiert. Wir laden Euch herzlich zum Wettbewerb ein!
Durch aktuelle Fotos, Plakate, Protokolle oder Berichte können eindrucksvolle Veröffentlichungen über den Zustand unserer Natur entstehen. Daraus ergeben sich wichtige Ausgangspunkte für Schutzmaßnahmen. Gleichfalls lassen sich Momentaufnahmen zu Datenreihen erweitern. Dadurch werden ggf. Rückschlüsse über Entwicklungstendenzen möglich. Diese erlauben optimale Planungen von Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung.
Die nachhaltige Entwicklung ist eine Herausforderung. Wenn wir die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit stellen wollen, müssen wir die realen Zustände kennen und bewerten. Erforderlich ist angemessenes Wissen und ausreichend Urteilskraft. Unsere Kenntnisse und Fähigkeiten beeinflussen wie wir leben und unsere natürlichen Ressourcen behandeln. Deshalb müssen unsere Kenntnisse und Fähigkeiten fortlaufend aktualisiert und erweitert werden. Umweltuntersuchungen sind ein geeigneter Weg, um Wissen zu erwerben und Fertigkeiten zu trainieren. Danke für Eure Mitwirkung bei der nachhaltigen Entwicklung!

Viele Grüße
gez. O. Kneissl - AG Umweltstand

Einzelheiten zum Wettbewerb 2019
Ausrichter AG Umweltstand / BürgerStiftung Erfurt
Thema Analysen zum Stand der Umwelt durch Naturkontakte (Umweltstand in Erfurt)
Schritte Sammlung, Wertung und Dokumentation grundlegender Daten zur Umwelt, ggf. Umsetzung des Wissens in nachhaltige Handlungen oder Vorschläge für Aktionen

Beispiele: Dokumentation von Boden-/Wasseranalysen, Biotopkartierungen, Nachweis geschützter Tier- oder Pflanzenarten, Umweltmeldungen usw. in Form von Projektarbeiten, Protokollen, Plakaten, Berichten, Fotos/Bildkarten usw.
Ziele Naturkontakte / Naturerfahrungen / BNE / Urteilskraft / Umweltengagement / Naturschutz / nachhaltige Entwicklung
Hintergrundinfo Wettbewerbe als Bildungskatalysator / Lernen für die Umwelt (siehe Link)
Projektort Erfurt (Umweltwettbewerb Erfurt)
Teilnehmerkreis Schulen aus Erfurt / Schularbeitsgruppen, bestehend aus 4 - 6 Schülerinnen/Schülern der Klassenstufen 8, 9, 10, 11 und 12
Projektdateigröße Gesamtgröße des Wettbewerbsprojekts max. 60 MB
(Daten auf Online-Speicherbereichen bleiben unberücksichtigt)
Anmeldezeitraum 01.02. - 30.06. (Einreichung der Teilnahmeanträge)
Abgabezeitraum 01.10. - 01.11. (Projektabgabe per E-Mail)
Wertungszeitraum 01.11. - 15.12.
Gewinnchancen 750,- € / 500,- € / 250,- € / 125,- € (Gewinne entspr. Platzierung)
Formalitäten Formblatt Teilnahmeantrag (Einreichung nur per Post);
Einhaltung der Wettbewerbsbestimmungen (siehe Link);
Abarbeitung der Checkliste zum Wettbewerb (siehe Link);
Daten-/Fotoerlaubnis bei erkennbaren Personen
(siehe Link / Zusendung nur per Post)
Ansprechpartner/Adressen
für Projekt-Zusendungen
Olaf Kneissl, Rudlostädter Str. 239,
99098 Erfurt

E-Mail: wettbewerb@umweltstand.de
Tel.: 0361 6001653
Fax: 0361 6001654
Wettbewerbsförderung durch Spenden Spenden für die Umweltbildung/BNE sind willkommen! Nutzen Sie für Ihre Zuwendungen zum Wettbewerb das Konto der BürgerStiftung Erfurt!

Empfänger: BürgerStiftung Erfurt
IBAN/BIC: [siehe Link]
Bank: Sparkasse Mittelthüringen
Betrag: [Ihre Entscheidung]
Verwendungszweck: Umweltstand-Umweltwettbewerb / Spende / [Ihr Name]

Eine Spendenbescheinigung können Sie mit unserem diesbezüglichen
Formular (siehe Link) anfordern! Speichern Sie dazu das Formular vor
der Bearbeitung auf dem PC!
Möglichkeiten zur Mitarbeit Hilfe bei Projektkonsultationen;
Bearbeitung von Beispielprojekten;
Mitarbeit in der Wettbewerbsjury;

Wenn Sie den Wettbewerb unterstützen möchten, dann melden Sie sich einfach per E-Mail (post@umweltstand.de)!
Projektkomplexe/Serien

Egal ob im Wettbewerbsprojekt reine Naturbetrachtungen durchgeführt werden oder die Untersuchungen gesellschaftliche Zusammenhänge einschließen, die Analyse- und Dokumentationsmöglichkeiten sind vielfältig. Um Grundlagen, Zusammenhänge und Wechselwirkungen in Beiträgen effektiv zu erfassen, sind komplexe Untersuchungen und Ausarbeitungen notwendig.

Ein ganzer Komplex von Einzelprojekten kann verschiedene Themenfelder betrachten und dabei von unterschiedlichen Arbeitsgruppen erstellt werden. Wenn die Themen aufeinander abgestimmt werden, ergeben sich oft zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten. Die Gesamtbetrachtung des Komplexes kann dann in einem eigenen Wettbewerbsprojekt erfolgen.

Insbesondere Ausarbeitungen für Lösungsansätze und Handlungsvorgaben werden bei der Betrachtung eines Komplexes erleichtert.

Projektkomplexe mit Serien von Naturkontakten bieten umfassende Unterrichtsgrundlagen und Mitwirkungsmöglichkeiten. Sie intensivieren das Können und verschaffen das Rüstzeug für eine nachhaltige Entwicklung durch BNE. Vor allem deshalb ist es sinnvoll, dass Arbeitsgruppen die Erstellung von Projekten zu mehreren Themenfeldern einplanen. Sind eigene Projektserien nicht möglich, so können Kooperationen mit anderen Arbeitsgruppen eventuell weiterhelfen.

Nachfolgende Aufstellung zeigt Anregungen für komplexe Analysen zum Stand der Umwelt. Im Überblick sind zu untersuchende Problemfelder, mögliche Lösungsansätze und denkbare Praxisaktionen/Reportagen zu finden.

Problemfelder Lösungsansätze Praxisaktionen / Reportagen
Umweltverschmutzung Kontrolle, Strafen, Reinigung;
Umstellung auf biologische Landwirtschaft, ohne Gentechnik usw.
Report über Verteilung von Gift und Gülle;
Dokumentation von Verschmutzungen;
Müllsammlungen;
Vorort-Untersuchungen (Bachwasser / Grundwasser / Boden);
Exkursion ins Klärwerk
Klimawandel Kohlendioxid-Minderung; Entsiegelung usw. Report über Treibhausgase;
Aufstellung Maßnahmenkataloge;
Exkursion Thermometermuseum;
Bau einer Wetterstation;
Phänologische Beobachtung, Vergleich früherer Werte (DWD/lokal)
Flächenverbrauch Stopp; Entsiegelung usw. Report über Zersiedlung, Versieglung und Zerschneidung;
Aufstellung aktueller Bebauungspläne, die in Erfurt Grünflächen verbrauchen;
Besuch Stadtplanungsamt
Hochwasser Entsiegelung; Rückhaltung usw. Dokumentation gefährdeter Gebiete in Erfurt;
Report über Maßnahmen zur Hochwasservermeidung in Erfurt;
Info über Hochwasserschutzkonzepte
Biodiversitätsverlust Analyse lokaler Naturräume; Suche nach möglichen Flächen für örtliche Biotope / Biotopneuanlage;
Bürgerwald
Aufstellung gefährdeter Pflanzen und Tiere in Erfurt / Start von Artenerfassungen;
Planung eines Musterbiotops;
Umgestaltung brachliegender Flächen zu Biotopen
Bildungslücken Cyberspace vs. Natur und Umwelt;
Naturerfahrungsräume / BNE;
Betrachtung (Ermittlung / Einordnung) der Wertschöpfung der Natur
Entwurf/Errichtung lokaler Naturerfahrungsräume, mit Bildungs-, Sport- und Freizeitplätzen;
Wanderungen ins Umland;
Exkursionen ins Nationalparkzentrum Hainich
Bewegungsmangel Bewegungsprogramme usw. Errichtung lokaler Sport- und Freizeitplätze;
Wander-Exkursionen; Pausengymnastik usw.
Wechselwirkungen zwischen
Mensch, Natur und Umwelt
(Komplexbetrachtung der Problemfelder)
Stärkung natürlicher Einflüsse;
Einsatz natürlicher Lebensmittel;
Reduzierung Fleischkonsum usw.
Reportage-Möglichkeiten:
Erholungs-/Naturflächen, Änderung
der Lebensbedingungen,
Artensterben, Fettleibigkeit, Fast Food,
Wege-/Straßen-/Autobahnbau,
Rollator, Fahrrad, Autoverkehr
     

Bemerkungen zur Teilnahme

Die mit der Teilnahme verbundenen Studien stärken vor allem das Basiswissen über die Umwelt durch spezielle Kontakte zur Natur. Erkundungen, Messungen, Analysen, Auswertungen und/oder Dokumentationen veranschaulichen die aktuelle Situation vor Ort. Ganz nebenbei ertüchtigt die Arbeit in der Natur auch das Wissen in grundlegenden Fachgebieten, wie Mathematik, Naturwissenschaften usw.

Die Umweltbildung/BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) ist ein wichtiger Faktor zur Gestaltung nachhaltiger Lebensbedingungen. Mit umfangreichen Kenntnissen und Fähigkeiten kann auf Basis des eigenen Urteilsvermögens auf Veränderungen in der Gesellschaft reagiert werden.

Bei der Analysierung der Umwelt werden wichtige Umweltparameter erfasst und ausgewertet. Die sich darstellende Umweltsituation ist ein zentraler Ausgangspunkt für eventuell erforderliche Maßnahmen. Gleichzeitig werden bei Untersuchungen diverse Methoden und theoretische Grundlagen trainiert. Die Vermittlung von Wissen (Umweltbildung/BNE) und Fertigkeiten sind wichtige Aspekte der Untersuchungen bzw. des Wettbewerbs. Anstrengungen bei der Aneignung theoretischer Grundlagen zahlen sich bei den Analysen und Dokumentationen mehrfach aus.

Die am Online-Umweltstand aufgeführten Umweltchecks und Maßnahmen sind nützliche Vorlagen für Wettbewerbsprojekte bzw. zur Umweltanalyse vor Ort. Allerdings gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für Umweltuntersuchungen. Ideen sind beim Wettbewerb willkommen. Klima, Wetter, phänologische Beobachtungen, Wasser-, Luft- und Bodenanalysen sowie die Tier-, Pflanzen- oder Landschaftserfassungen bieten unendliche Chancen für Erkundungen und Aktionen.

Bei Analysen und Dokumentationen kann das direkte Umfeld von einer neuen Seite betrachtet und besser kennengelernt werden. Wer den Stand der Umwelt erfasst, wird auch Umweltveränderungen schneller erkennen. Ortskenntnisse sind bei Umweltaktionen besonders gefragt. Eventuelle Umweltverschmutzungen müssen aufgedeckt und schützenswerte Bereiche fixiert werden. So können ggf. stadtweite Aktionen initiiert und nachhaltige Entwicklungen eingeleitet werden.

Heutige gesellschaftliche Probleme verschärfen sich kontinuierlich. Artenrückgang, Klimawandel, Flächenverbrauch oder Umweltverschmutzung stellen uns vor immer neue Herausforderungen. Wichtige Kontakte zur Natur gehen fortlaufend verloren und das reale Leben passt sich der digitalen Welt immer besser an und nicht mehr umgekehrt.

Als Teil der Natur ist der Mensch aber auf funktionierende Ökosysteme und Naturkontakte angewiesen. Deshalb muss auf Grundlage einer wirksamen Umweltbildung/BNE der Aufbau nachhaltiger Lebensbedingungen beschleunigt sowie der Umwelt- und Naturschutz verbessert werden. Dieses erfordert umfangreiche Kenntnisse, Fähigkeiten und Sensibilisierungen. Gerade die Entscheidungsträger von morgen benötigen zusätzliche Befähigungen. Unser Wettstreit hilft beim Erwerb von unentbehrlichen Kompetenzen.

Aufgaben an denen die Teilnehmer wachsen, Vorbilder zur Orientierung, Wertschätzung für die eigene Arbeit und ein ansehnlicher Wissenserwerb, das sind unsere Wettbewerbskonditionen für jeden einzelnen Teilnehmer. Siegreiche Wettbewerbsprojekte können sogar die gesamte Schulentwicklung sehr positiv beeinflussen. Besonders Profilierungen oder Weiterentwicklungen der Lernangebote können durch Wettbewerbsbeteiligungen forciert werden.

Selbst die Qualität der Schulen steht im Fokus des Wettbewerbs. Denn div. Schulen befinden sich im Wettstreit der Bildungsmethoden und Konzepte. Damit sind unsere Wettbewerbswertungen auch ein Gradmesser für die Wirksamkeit der unterschiedlichen Bildungsstrategien im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.

Für die Auswertung der Projektarbeiten steht ein fachkundiges Team bereit. Gleichzeitig garantieren systematische Rückmeldungen, z.B. zu Wertungsergebnissen, weitere Verbesserungen bei zukünftigen Umweltaktionen. Rückmeldungen sind vor allem auch wichtige Anstöße für eine kontinuierliche Umweltarbeit von Teilnehmern. Mit der Prämierung von hervorragenden Wettbewerbsprojekten werden gleichfalls div. Vorgaben zur Leistungsorientierung erfüllt.

Projektanregungen


In Erfurt bieten sich aktuell zahlreiche Themen für Wettbewerbsprojekte an. Nachfolgend sind ein paar Wettbewerbsthemen als Anregungen aufgeführt, die auch kombiniert werden können.

Beispielthemen

  • Ermittlungen zum Flächenverbrauch im eigenen Umfeld (Verbrauch von Flächen für Bebauungspläne, Wohnbebauungen, Verkehrswege usw. innerhalb der letzten Jahre) / Besuch des Stadtplanungsamtes (Infos über neue Bebauungen)
  • Aufruf/Plakataktion "Stopp dem Flächenverbrauch" (div. Arbeitsgruppen entwerfen Plakate zum Stopp des Flächenverbrauchs / zu Versiegelung, Zersiedlung und Zerschneidung der Landschaft / Nachteile für Mensch und Natur dokumentieren, z.B. Verlust der Vielfalt, Klimawandel, Hochwasser usw.)
  • Untersuchung von Naturveränderungen durch den Klimawandel / neue Pflanzen/Tiere vor Ort (gebietsfremde Arten dokumentieren, z.B. Zackenschote)
  • Beschreibung des Wertes von Grünflächen im Ortsbereich (Hecken, Feldgehölze / Wert für Mensch und Natur bzw. biologische Vielfalt
  • Untersuchungen zur Länge der im Umfeld in den letzten Jahren beseitigten Heckenstreifen / Untersuchungen zur Anzahl der im Umfeld beseitigten Bäume, einschl. Dokumentation der Restflächen / Aufstellung der Folgen derartiger Umwelteingriffe
  • Aufruf/Plakataktion zur Rettung der Lebensräume von Haselmaus, Feldhamster, Bienen u.a. (Entwurf von Plakaten gegen den Verlust der biologischen Vielfalt / Verlust des Lebensraumes / Verlust der Nahrungsgrundlagen; Aufstellung von Schutzmaßnahmen, z.B. Bienenweiden usw.
  • Untersuchungen zum Wert von Totholz
  • Erläuterungen zur Notwendigkeit der Artenvielfalt und des Umweltschutzes
  • Untersuchungen zur Grünflächenpflege und Dokumentation diverser Argumente zur Naturbeseitigung (Verkehrssicherung, Hochwasserschutz usw.)
  • Aufstellung von Widersprüchen zwischen Grünflächenpflege und dem Erhalt der biologischen Vielfalt nach Bundesnaturschutzgesetz (Gegenüberstellung der rechtlichen Grundlagen / Verkehrssicherung contra Naturschutz)
  • Aufstellung von Vorschlägen zur Verbesserung der Grünflächenpflege bzw. Vorschläge für eine nachhaltige Stadtentwicklung / Empfehlungen für Umweltschutzmaßnahmen / Aufstellung von Vorschlägen für neue Grünbereiche/Baumpflanzungen sowie für Naturerfahrungsräume im Umfeld

Unterrichtsvorschläge / Materialien und Service

  • Visionen für Städte - Zip-Datei (siehe Link)
  • Stadtgrün für Mensch und Umwelt - Zip-Datei (siehe Link)

Wir wünschen viel Erfolg!