Umwelttipps vom Umweltstand

Müllvermeidung

Abfälle belasten Lebensräume!

Handlungsoptionen: Nachhaltigkeit in der Lebenshaltung - Konsum einschränken / Wirtschaftswachstum stoppen (sparsam wirtschaften/leben); Produkte mit Langlebigkeit auswählen; wiederverwendbare Taschen/Behälter (statt Einwegverpackungen); Entsorgung der Produkte beim Kauf berücksichtigen; Kunststoffe / Kunststoffabfälle vermeiden; Müllrecycling unterstützen; Werbemittel ablehnen; Werbung meiden, Zeitungen/Zeitschriften online nutzen; Müll fachgerecht entsorgen; Müll in der Umwelt einsammeln und nicht verteilen; Produkte der industriellen Landwirtschaft ablehnen; Fleischkonsum einschränken; regionale Produkte nutzen; …

Energiesparen

Ersparen wir uns die Energieerzeugung!

Handlungsoptionen: "Digitale Sparsamkeit" - Unterbrechung des ständigen Datenaustausches / Reduzierung der Datentransfers (Anzahl/Volumen) und Verzicht auf unnötige Internetdienste; Außenbeleuchtung abschalten; Werbemittel ausschalten; Nutzung von Abschalteinrichtungen für elektr. Geräte im Haushalt; Individualverkehr einschränken; Bahn und Bus nutzen; Auto nicht für Strecken nutzen, die zu Fuß möglich wären; Flugzeuge und Schiffe ausschließen; Energieverbrauch aus Spaß (Urlaub/Freizeit) einschränken; Fernreisen meiden; regionale Produkte auswählen; Regenwasser zurückhalten/nutzen; …

Naturgärten

Natürliche Gärten stärken die Vielfalt!

Handlungsoptionen: Naturgärten/Lebensräume mit heimischen Pflanzen ausstatten; Flächen mit Hecken, Bäumen, Tümpeln und Blumenwiesen schaffen (Insektenbuffet); vielfältiges Angebot an Stauden anlegen; Kräuter blühen lassen; kurzgeschorene Rasenmonokultur und Steinwüsten abschaffen; keine exotischen Pflanzen und keine gefüllten Blütenzüchtungen verwenden; keine Herbizide/Pestizide oder Mineraldünger anwenden / Kompost nutzen; Totholzstapel und Steinhaufen aufbauen; Wiesen blühen lassen und selten mähen; Mähroboter vermeiden; "Unkrautecken" zulassen; Insektenhotels bauen; Laub-/Komposthaufen und Trockenmauern errichten; Nahrungsketten beachten (z.B. Nistkästen für Vögel nur bei vielfältigen, nachhaltigen Nahrungsangeboten und mit ausreichend Zwischenabstand anbringen); …

Naturkontakte

Naturkontakte erzeugen Umweltkompetenzen!

Handlungsoptionen: Naturwirkungen erleben; Naturbeobachtung im Garten; Naturspaziergänge unternehmen; Umweltmeldungen und Naturberichte verfassen; Schutzgebiete unterstützen; Menschen für die Natur begeistern; Kindern und Jugendlichen die Natur näherbringen; Exkursionen in die Natur durchführen, Ruhestörungen in der Natur entgegenwirken; Naturerfahrungsräume für die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE) errichten/nutzen; …

Umweltkampagnen

Umwelt braucht Unterstützung!

Handlungsoptionen: Start/Unterstützung von Petitionen und anderen On- und Offline-Aktivitäten zum Schutz der Natur; Stopp des Flächenverbrauchs voranbringen; Anstrengungen gegen Lärm und Lichtverschmutzung intensivieren; Widerstand gegen die Luftverschmutzung verstärken, Treibhausgase eindämmen; Ressourcenverschwendung aufzeigen/anprangern; Wirtschaftswachstum und Globalisierung ächten, wenn diese Umstände auf Kosten natürlicher Ressourcen stattfinden; Massentierhaltung (z.B. Schweine, Kühe, Bienen) ablehnen; Beiträge für die biologische Vielfalt in der Natur leisten; Umweltausstellungen, Naturkundemuseen und Umweltliteratur nutzen; Kontrolle der Bevölkerungsentwicklung forcieren; Kampagnen gegen Kleinstaaterei starten; Zentralisierung in der Bildungspolitik erzwingen; Umsetzung BNatSchG/Wasserrahmenrichtlinie überwachen; mehr Raum für die Natur mit dem Wahlzettel bei Wahlen bewirken; …

Ortsentwicklung

Nachhaltigkeit sichert die Zukunft!

Handlungsoptionen: Prüfung der Nachhaltigkeit vor Ort; Formulierung von Fragen / Widersprüchen / Einwohneranträgen / Petitionen / Schreiben zum Schutz der Umwelt; Formulare zur Breitenwirkung für die nachhaltige Entwicklung entwerfen/anwenden; Vereine und Verbände zu Umweltaktionen veranlassen; Unterschriftenaktionen zum Schutz der Natur durchführen; Politik und Wirtschaft in Umweltschutzaktionen einbeziehen; Veröffentlichungen zum Stand der Umwelt (Protokolle, Berichte, Umweltmeldungen) fortl. erstellen, dabei Breitenwirkung beachten (Internet, Zeitung, Schaukästen usw. verwenden); Nutzung der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Bebauungsplänen / Bauleitplanverfahren, Klärung von Kernfragen zur nachhaltigen Entwicklung (Fragen an Planung/Verwaltung stellen und diesbezügliche Standpunkte/Forderungen zum Vorhaben/Projekt übermitteln, die Beantwortung von Fragen kann u. U. kostenpflichtig sein, deshalb Erörterungszeiten und politische Vertreter nutzen) …

Kernfragen zu Vorhaben

  • Können bei der Projektumsetzung die gültigen Gesetze und Vorschriften ohne Ausnahmeregelungen eingehalten werden?
  • Sind gefährliche Emissionen und negative klimatische Auswirkungen zu erwarten?
  • Kann ggf. eine Reduzierung von Schallemissionen umgesetzt werden?
  • Kann ggf. ein Verbot der Nutzung von gefährlichen Stoffen der Kl. II, III u. IV festgelegt werden?
  • Können Gebäudehöhen begrenzt werden, um negative Auswirkungen auf die Kalt- und Frischluftversorgung sowie auf das Landschaftsbild zu reduzieren?
  • Gehen mit den geplanten Maßnahmen Ackerland oder Naturflächen verloren?
  • Wurde die Umsetzung der Maßnahmen auf Brachflächen geprüft?
  • Gibt es ausreichende Abstände zu schützenswerten benachbarten Wohn- und Naturflächen?
  • Können Verkehrsführungen so gestaltet werden, dass keine zusätzlichen Verkehrsbelastungen für Wohnbereiche entstehen?
  • Werden sämtliche Ausgleichsmaßnahmen für Umwelteingriffe direkt vor Ort umgesetzt?
  • Ist eine Fertigstellung der Ausgleichsmaßnahmen vor dem Beginn von Hochbaumaßnahmen möglich?
  • Können Ausgleichsflächen, durch den Aufbau eines Biotopverbundes, an Grünbereiche in der Nähe angebunden werden?
  • Wird mit dem Vorhaben die biologische Vielfalt gestärkt?
  • Kann das Vorhaben dem Klimawandel entgegenwirken?
  • Wird ggf. die Regenrückhaltung naturnah, begehbar (Rückhaltegräben / Rückhaltebecken ohne Betonwände und Zäune) und in ausreichender Größe errichtet?
  • Verbessern die geplanten Maßnahmen den Hochwasserschutz?
  • Wird mit dem Projekt eine nachhaltige Flächennutzung erreicht?
  • Bleibt nach Projektumsetzung der unverwechselbare Orts- und Landschaftscharakter erhalten?
  • Verbessert das Projekt die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft?
  • Fördert das Vorhaben Naturerfahrungen und Naturerlebnisse?
  • Werden durch das Vorhaben ökonomische, kulturelle oder ökologische Potenziale gestärkt?
  • Ist die Projektausführung unter gleichzeitiger Berücksichtigung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekte sinnvoll?
  • Werden mit der Umsetzung des Vorhabens lokale, kulturelle Traditionen beachtet?
  • Wird der Globalisierung und weltweiten Standardisierung eine Unverwechselbarkeit, auf Grundlage lokaler Geschichte und Kultur, entgegengestellt?
  • Können Probleme des demografischen Wandels mit dem Vorhaben gelöst werden?
  • Fördert das Projekt überörtliche Freizeitaktivitäten?
  • Verbessert das Projekt die Lebensqualität vor Ort?
  • Stärkt das Projekt das ehrenamtliche Engagement?
  • Handelt es sich bei dem Vorhaben um eine Zielsetzung von örtlichen Vereinen oder Gruppen, die bereits in der Vergangenheit für das Gemeinwohl tätig waren?
  • Wird der Gemeinsinn vor Ort durch das Vorhaben gefördert?
  • Werden durch das Vorhaben generationsübergreifende Freizeitkontakte ermöglicht?
  • Verbessern sich durch das Vorhaben die Zukunftschancen aller örtlichen Generationen?
  • Verbessert das Vorhaben die Kinder- und Jugendbetreuung?
  • Wirkt das Vorhaben familienfreundlich?
  • Fördert das Projekt das soziale Miteinander unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen?
  • Kann das Vorhaben die soziale Geborgenheit, Vertrautheit und das Wir-Gefühl stärken?
  • Wird durch das Vorhaben das Heimatgefühl gestärkt?
  • Können andere Projekte, zur Verbesserung der Lebensqualität, auf dem Vorhaben aufbauen?
  • Ist die Errichtung einer lokalen Umweltmessstation, zur Überwachung von Emissionswerten, möglich?

Hinweise

Formulieren Sie Ihre Standpunkte zum Vorentwurf bei der "Frühzeitigen Bürgerbeteiligung" (§ 3 Abs. 1 BauGB). Prüfen Sie die Umsetzung Ihrer Ansprüche dann bei der "Öffentlichen Auslegung" (§ 3 Abs. 2 BauGB) des Entwurfs. Sollten noch Widersprüche bestehen, so verfassen Sie während der öffentlichen Auslegung ggf. eine Stellungnahme zum Entwurf. Auf Antworten der Behörden ist entsprechend und zeitnah zu reagieren!