Anliegen unserer AG

Die AG Umweltstand wurde zur Unterstützung der Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Erfurt gegründet. Der Aufbau von Umweltkompetenzen soll die nachhaltige Entwicklung forcieren. Am Umweltstand werden Umwelttipps, Infomaterialien zum Stand der Umwelt sowie Aktionen und Anregungen für regelmäßige Naturkontakte geboten. Auf Grundlage der Förderung von Naturkontakten forciert die AG das Wissen über unsere natürliche Umwelt in erster Linie bei Kindern und Jugendlichen.

Natur ermöglicht mit ihren greifbaren Bildungsgrundlagen ein selbständiges, entdeckendes Lernen. Durch eigene Beobachtungen/Studien können sehr umfangreiche Umweltkompetenzen erworben werden, die insbesondere zur Sicherung der nachhaltigen Entwicklung erforderlich sind.

Vor allem wiederkehrende Naturkontakte/Umweltbeobachtungen sind zur Steigerung der Urteilskraft unumgänglich. Mit Hilfe der am Umweltstand angebotenen Umweltinformationen sowie mit den Vorschlägen und Beispielen für Naturkontakte/Aktionen können diverse Fähigkeiten zur kontinuierlichen Kontrolle von Lebensgrundlagen entwickelt werden. Solche Kompetenzen sind vor allem für Lagebewertungen relevant. Aktuelle Kenntnisse, über den Zustand von Natur und Umwelt, sind entscheidende Voraussetzungen für effektive Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen vor Ort.

Grundlegende Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen, Tieren und ihren Lebensräumen werden besonders durch langfristige Beobachtungsserien gewonnen. Dafür sind spezielle Vorlagen und Formulare zur effektiven Datenerfassung verfügbar. Mit Musterbelegen zeigen wir Möglichkeiten für kontinuierliche Untersuchungen und Erkenntnisgewinne. Projektreihen bzw. fortlaufende Kontrollen offenbaren meist sehr aufschlussreiche Entwicklungstendenzen.

Aufzeichnungen bzw. schriftliche Unterlagen können ggf. auch für die Teilnahme am Umweltstand-Umweltwettbewerb eingereicht werden. Durch Wettbewerbsprojekte entstehen erfahrungsgemäß sehr eindrucksvolle Naturkontakte. Ein selbständiger, experimenteller Umgang mit Umweltthemen verbessert die Kreativität und vernetztes Denken. Darüber hinaus ist die Wettbewerbsteilnahme ein geeignetes Instrument zur individuellen Förderung von Begabungen.

Sehen, Hören, Ertasten, Schmecken und Riechen - Natur kann man analog begreifen! Die Natur hat eine Gestalt und eine erfahrbare Identität für alle Sinne. Im Gegensatz dazu lässt sich die digitale Welt auf eine Kette von Einsen und Nullen reduzieren. Digitalisierung allein kann auch keine gesellschaftlichen Probleme lösen, dafür ist gesunder Menschenverstand notwendig. Um der Verkümmerung einzelner Sinne zu entgehen, ist die Pflege von direkten Naturkontakten für Menschen unerlässlich. Die Digitalisierung von Erfassungs- und Analyseprozessen ist jedoch ein wichtiges Hilfsmittel für die Umweltbildung/BNE in der Natur. Ebenso haben digitale Dokumentationen zahlreiche Bearbeitungs- und Präsentationsvorteile gegenüber Schriftstücken.

Auf natürlichen Flächen bzw. in der Natur gibt es komplexe Beziehungen zwischen den einzelnen Arten und ihren Lebensräumen. Für eine effektive Umweltbildung/BNE müssen die Zusammenhänge optimal verdeutlicht werden. Dabei helfen die Digitalisierungsprozesse. Gleichfalls müssen aber noch möglichst große Naturflächen vorhanden sein. Diese sind die Grundvoraussetzung für die biologische Vielfalt und die bestmögliche Umweltbildung/BNE.

Natürliche Flächen bieten wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sie ermöglichen Menschen wichtige Naturkontakte, die zur Gesunderhaltung und Erlangung von Umweltkompetenzen zwingend erforderlich sind. Unterstützen Sie deshalb den Erhalt (Stopp des Flächenverbrauchs) und die Errichtung von Naturflächen allerorts und bei jeder Gelegenheit. Nur durch natürliche Lebensräume lassen sich für uns lebenswerte Umweltbedingungen sicherstellen.

Besonders hilfreich für die Umweltbildung sind vor allem Naturerfahrungsräume, forcieren Sie deren Errichtung. Wer mit der Natur vertraut ist, erkennt den Nutzen, spürt Veränderungen deutlich und tritt für die Bewahrung natürlicher Lebensräume ein. Verwenden Sie unsere Angaben/Musterprojekte als Ausgangspunkte für neue Projektideen.

Projektumsetzungen bündeln die kreativen und innovativen Umweltideen der Beteiligten. In eigenverantwortlichen Arbeitsgruppen können sich vor allem Kinder und Jugendliche detailliertes Umweltwissen (BNE) und soziale Kompetenzen aneignen. Kommunikationsfähigkeiten und Kenntnisse über diverse Medien werden dann bei der Präsentation der eigenen Arbeiten erworben.

Durch umfangreiche Kenntnisse und Fähigkeiten kann man sich erfolgreich auf Veränderungen in der Gesellschaft vorbereiten und auf Grundlage der eigenen Urteilskraft sein Leben effektiv planen und gestalten. Die Zukunft unserer Wissensgesellschaft basiert auf diversen Kenntnissen. Umweltprojekte unterstützen die Wissensvermittlung auf mehreren Ebenen. Die Arbeit in der Natur vermittelt Umweltwissen unmittelbar und ertüchtigt ganz nebenbei das Wissen in grundlegenden Fachgebieten, wie Mathematik, Naturwissenschaften usw.

Die Kontakte zur Natur müssen intensiviert werden! Mehr Menschen sollen das Vermögen erlangen, eine aktive Veränderung in der Gesellschaft herbeizuführen. Damit die Entwicklung auf der Erde ökologisch verträglich, wirtschaftlich leistungsfähig und sozial gerecht erfolgen kann. Nutzen Sie unsere Angaben zur Orientierung in Richtung Nachhaltigkeit und starten Sie eigene Aktivitäten für die nachhaltige Entwicklung direkt vor Ort. Wir werden unsere Umwelteinsätze kontinuierlich weiterentwickeln. Wer bei der Organisation und Durchführung von Umweltprojekten/-aktionen mitmachen möchte, sollte sich melden. Mitarbeiten kann man zum Beispiel bei unseren Konsultationen, Exkursionen, Analysen, Dokumentationen, Präsentationen oder Umweltwettbewerben. Aber nicht nur Organisatoren sind willkommen, vor allem auch eine möglichst große Teilnehmerzahl ist wünschenswert. Wir laden hiermit alle interessierten Kinder und Jugendlichen zur Teilnahme an unseren Aktionen herzlich ein!

Schule verändert sich!
Umweltstand Erfurt, 06/2015
Umweltstand Erfurt, 06/2015

Die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen wird insbesondere durch die schulische Bildung geprägt. Neben der Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen sowie Fähigkeiten, wie Dinge zu hinterfragen, soll die Schule vor allem das Urteilsvermögen stärken. So können auch später entsprechende Handlungsoptionen aus dem Wissen abgeleitet werden. Damit das Bildungssystem dauerhaft funktioniert, muss es immer wieder an geänderte Rahmenbedingungen angepasst werden.

Wohin soll sich die Schule entwickeln? Dazu hat jeder seine eigene Antwort. Das Wissen der Menschheit verdoppelt sich in immer kürzeren Zeitabständen. Unser Ziel sind die informellen Bildungseinrichtungen, die gleichzeitig Erholungsplätze und Generationshäuser sind, wo Eigengestaltung und Erfindung von außen angeregt, aber nicht aufgezwungen werden können.
Eine Vernetzung der Generationen und Institutionen fördert die kreativen Lernformen mit Entschlüsselungsfunktionen. Das Wachstum des Wissens und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erfordern für alle Altersgruppen dauerhaft optimale Lernmethoden. Deshalb sind alle Generationen fest in die Bildung einzubeziehen und die Schulen in Begegnungsstätten zu wandeln.
Veränderungen sind anstrengend! Einfacher sind Schuldzuweisungen bei Problemen. Immer wieder ist die Rede von zu wenig Geld, zu wenigen Lehrkräften, zu viel Ausfall, zu großen Schulen und Klassen und fehlenden Bildungsstandards. Aber die heutigen Bedingungen erlauben Reformprozesse.
Vor Ort ist die Schulleitung die entscheidende Kraft für die Schulentwicklung, die gemeinsam mit einem Team aus Lehrkräften und Erziehern, notwendige Fortschritte und Ziele im Auge behalten kann. Gewaltbereitschaft, Sucht, Armut, Integration, Strukturprobleme, Überalterung, Kostenbeteiligung usw. sind Schwierigkeiten die entfallen, wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bürger, Lehrer und Eltern auch die Perspektiven der jeweils anderen Beteiligten am Schulsystem berücksichtigen. Gleichfalls müssen dabei die Bildungsprozesse so flexibel sein, dass individuelle Erfordernisse automatisch berücksichtigt werden. Eine effektive Vorbereitung unserer Kinder auf das Berufsleben (Wissen) und das Zusammenleben (soziale Kompetenzen) ist äußerst vorteilhaft für die ganze Gesellschaft.
Die Chancen der Kinder für die berufliche Laufbahn und die gesellschaftliche Anerkennung sinken, wenn das Bildungssystem Probleme hat. Das eröffnet wiederum einen neuen Problemkreislauf, denn die Gesellschaft kann sich unsoziale und ungebildete Erwachsene nicht leisten. Von der Vorbildwirkung mal ganz abgesehen, beeinflussen problematische Gruppen das gesamte gesellschaftliche Leben.
Für die Neugestaltung des Bildungssystems sind alle Beteiligten zu hören und in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Durch gemeinsame Aktionen, Projekte, Diskussionen und Veranstaltungen können die Kenntnisse erweitert, das Verständnis für die Mitwirkenden und Problemlösungen auf dem Weg zum Entwicklungsziel erreicht werden. Dabei hilft die Vernetzung ungemein. Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft sind allgegenwärtig, nun fehlen flächendeckend nur noch die Vernetzungen zu den Bürgern, Lehrern, Erziehern, Eltern und Kindern (nelecom).
Widersprüche innerhalb des Bildungssystems bereiten gleichfalls Probleme. Warum kann man trotz ausreichender Noten in den Fächern wie Sport, Musik, Kunst und Geografie z.B. nicht an universitäre Bildungseinrichtungen wechseln, wenn man in den Hauptfächern wie Deutsch, Mathe usw. nicht gut ist. Auch wenn man diese Hauptfächer für den weiteren Weg überhaupt nicht benötigt. Durch die Höherbewertung einzelner Fächer, werden Ressourcen vor allem im Bereich Kreativität völlig ungenutzt gelassen. Ein enormer Verlust für die Wirtschaft und kaum zu vereinbaren mit dem Ziel, dass Kinder zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Bürgern erzogen werden sollen. Hier wären weniger aufgezwungene Abhängigkeiten zwischen den Fächern erforderlich, notwendige Abhängigkeiten ergeben sich von selbst. Neue Laufbahnen müssen sich entwickeln können, dazu sind Fächer separat studierbar zu gestalten.
Die Erreichung von sozialen Kompetenzen soll mit der Bekämpfung von bestimmten gesellschaftlich unerwünschten Verhaltensweisen bei den Kindern einhergehen. Derartige Aufgaben hängen nicht mit der Vermittlung von Fachwissen zusammen und überfordern das vorherrschende System. Neue gesellschaftliche Normen und Erfordernisse (auch durch soziale Netzwerke) entstehen in immer kürzeren Zeitabschnitten, so dass die notwendigen Anpassungen der Lehrpläne, durch die verantwortlichen älteren Generationen, oft nicht realisiert werden können. Erschwerend kommt hinzu, dass unerlässliche Korrekturen vielfach nur über den Umweg der politischen Entscheidungen machbar sind. Dieses verzögert auch die Anpassungen an die Wissens- und Technologieentwicklung, die fortlaufend neue Erkenntnisse hervorbringt.
Die von uns geforderte informelle Bildungseinrichtung, die eine "Neue Lernkultur in Kommunen" (nelecom) voraussetzt, ist gleichzeitig Ziel, Weg und Problemlösung. Schulen müssen für alle Generationen Stätten der Begegnung sein, mit spontanen Treffen, die Informationen bringen, nach denen man nicht mal gefragt hat und Aktivitäten von denen man bis zur Durchführung nichts wusste. Kreative Lernformen mit Entschlüsselungsfunktionen können vernetzten Generationen das erforderliche Wissen für die Zukunft vermitteln.
Für den Fortschritt müssen die vorhandenen Wirtschaftsstrukturen sowie die Bildungs- und Forschungseinrichtungen vernetzt werden, mit den gesellschaftlichen Strukturen bzw. Organisationen. Alle Generationen sind dabei zu berücksichtigen. Die Kooperationen von Vereinen, Schulen, Betrieben, Kommunen und Ländern können auch nachteilige Voraussetzungen ausgleichen und wachsende Herausforderungen handhabbar machen. Bildung bringt eine bessere Lebensqualität für alle Bürger! Der reine Frontalunterricht muss reformiert werden, gleichfalls sollen auch die verschiedenen Generationen voneinander lernen. Lebenslange Weiterbildung ist auf Grund ständig neuer Anforderungen unter flexiblen Lebensbedingungen unbestritten erforderlich. Auch ganz alte Menschen können durch Bildung ihre Lebensperspektiven ausloten und positiv gestalten. Generationsübergreifende Projekte sind dabei bestens geeignet, um am Ball zu bleiben. Suchen Sie sich Partner! Nutzen Sie Ihre gesamte Kommune für Bildungszwecke! So werden alle Beteiligten zukunftsfähig. Damit kann die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung die gesamte Gesellschaft erfassen.

nelecom-Partner

Für jede Arbeit sind vernetzte Akteure (nelecom) im Hintergrund wichtig. Bei zahlreichen Aktionen waren diese auch für uns sehr hilfreich. Danke für die Unterstützung! Akteure, die Projekten Vorschub geleistet haben, sind nachfolgend aufgeführt.

Umwelt- und Naturschutzamt Erfurt
Amtsleiter J. Lummitsch u. Mitarbeiter
Stauffenbergallee 18, 99084 Erfurt

Thür. Ministerium für Bildung, Wissenschaft u. Kultur
Dr. B. Krug / Staatl. Schulamt - nelecom
Hermann-Drechsler-Str. 1, 07548 Gera

Stadtverwaltung Erfurt
A. Bausewein / Oberbürgermeister
Fischmarkt 1, 99084 Erfurt

Stadtverwaltung Erfurt
K. Hoyer / Dezernat Wirtschaft u. Umwelt
Fischmarkt 11, 99084 Erfurt

Stadtverwaltung Erfurt
T. Thierbach / Dezernat Soziales, Bildung u. Kultur
Fischmarkt 1, 99084 Erfurt

Stadtverwaltung Erfurt
F. Schalles / Ehrenamtsbeauftragter
Fischmarkt 1, 99084 Erfurt

GWA - Gesell. für Wasser- u. Abwasserservice mbH
NL Institut für Wasser- und Umweltanalytik
Andreas Raab, An der Ohratalsperre, Luisenthal

Schweißtechnik Becker - Inh. B. Stanke e.K.
Exkursionsorganisation / Sponsoring
Rudolstädter Straße, Erfurt

Nachhaltigkeitszentrum Thüringen
M. Abramowski / Umwelt-Medien-Zentrum
Schönbrunnstraße 8, 99310 Arnstadt

THÜRINGER MINISTERIUM FÜR BILDUNG, JUGEND UND SPORT
Referat 31 - Gesetzgebung und Schulfinanzierung
Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt

THÜRINGER MINISTERIUM FÜR BILDUNG, JUGEND UND SPORT
Ministerin Dr. Birgit Klaubert
Werner-Seelenbinder-Straße 7, 99096 Erfurt

Umgestaltungen sind relevant!

Die Bevölkerungsentwicklung erfordert nicht nur Lösungen für anpassungsfähige Infrastrukturen. Wichtig sind vor allem Ideen für die Berücksichtigung des gesellschaftlichen Wandels hinsichtlich der sozialen Kontakte und Kompetenzen.
Der Globalisierung und der weltweiten Standardisierung sollten wir auf der Grundlage unserer geschichtlichen Prägungen und unserer kulturellen Identität eine organisierte Unverwechselbarkeit entgegenstellen. Das gilt insbesondere auch für die sozialen Beziehungen innerhalb der Gesellschaft. Alterung und Vereinzelung der Generationen müssen zukünftig stärker in den Gemeinden beachtet werden, um soziale Konflikte und Brennpunkte zu vermeiden. Ebenso sind Aktivitäten erforderlich, die eine Veränderung der Zusammensetzung der Bevölkerung berücksichtigen, um Menschen mit anderer Herkunft, mit anderen Sprachen, Bildungsständen und Religionen integrieren zu können.
Immer mehr Rentner konzentrieren sich in Altersresidenzen. Wohl wissend, dass neue technologische Herausforderungen zur Belastung werden können, bleiben die Senioren weit weg vom Puls der Zeit. Junge und alte Menschen befinden sich heute oft in völlig verschiedenen Lebenswelten, diese sind unterschiedlicher als jemals zuvor. Spezielle gemeinsame Projekte gibt es zu wenig. Die Jugend fühlt sich wohl in der Welt aus Konsum, technologischem Fortschritt und Turbo-Spaß-Verlangen. Die Senioren schimpfen über schlechte Manieren, die Egal-Haltung und die naiven Lebenseinstellungen. Man verständigt sich nicht mehr. Aber nur bei gemeinsamen Aktionen kann man voneinander lernen und profitieren. Umweltprojekte, die möglichst generationsübergreifend umgesetzt werden, sind ein wirksames Mittel zur Verbesserung der Lebensqualität bzw. gesellschaftlicher Verhältnisse. Sie erhöhen insbesondere die Akzeptanz gegenüber relevanten Umgestaltungen.
Natürliche Ressourcen werden heute noch zu oft zur Gestaltung der Lebensbedingungen bzw. zur Lösung gesellschaftlicher Probleme völlig verbraucht. Denn Umweltkompetenzen sind noch nicht im erforderlichen Maß in der Gesellschaft verankert. Probleme durch Flächenverbrauch, Zersiedlung, Versieglung, Zerschneidung, Entsorgung, Wasserverschmutzung, Klimawandel, Herbizide/Pestizide usw. sind in aller Munde. Die Problembeseitigung ist mit vielerlei Vorteilen verbunden und dabei kann jeder helfen. Deshalb sollte der Kontakt zur Natur intensiviert werden. Starten Sie Umweltprojekte, prüfen Sie Ihre Umwelt auf Probleme, erfassen Sie Arten und dokumentieren Sie Zustände für Umweltbehörden. Der Erwerb von Umweltkenntnissen erfolgt dabei ganz automatisch. Beteiligen Sie so viele Leute wie möglich an Ihren Umweltaktionen und vermitteln Sie dabei auch Ihre Naturerfahrungen. Durch Freilandarbeit kann die Umweltbildung zum Niveau des bestehenden Wirtschafts- und Sozialunterrichts aufschließen. Ihre Arten-Kenntnisse über Vorkommen, Verbreitung und Gefährdung können bisherige Schutzmaßnahmen optimieren. Mögliche Kartierungen zur Artenerfassung sind eine besonders effektive Methode zur Weitergabe von Informationen. Damit werden nicht nur die zuständigen Behörden unterstützt, sondern optimal auch die Teilnehmer der Exkursionen zur Artenerfassung. Diese lernen durch die Naturkontakte (BNE) und profitieren zusätzlich von ggf. eingeleiteten ökologischen Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt.